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Pressemitteilung:
29. Oktober 2010

Josefine Paul und Wolfgang Roth: Frauenfußball: Vor 40 Jahren noch verboten – Heute Vorzeigeprojekt des DFB


Amtierender Welt- und Europameister, Favorit und Titelverteidiger bei der WM im eigenen Land, so lässt sich die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft treffend beschreiben. Mit DFB-Chef Theo Zwanziger hat sie zudem einen großen Fan und Unterstützer an der Spitze des eigenen Verbands. Kaum zu glauben, dass es dieses Vorzeigeteam des deutschen Fußballs beinahe nicht gegeben hätte: Denn was der DFB heute mit Blick auf die Frauenfußball-WM 2011 noch immer leicht machohaft als „Fußball von seiner schönsten Seite“ bezeichnet, war vor vierzig Jahren strengstens verboten. „Schicklichkeit und Anstand“, so hatte der DFB in den 50-er Jahren entschieden, ließen es nicht zu, dass auch Frauen die Stollenschuhe schnüren durften. Erst am 30. Oktober 1970, also vor genau vierzig Jahren, hob der Deutsche Fußballbund auf seiner Verbandstagung in Travemünde das Verbot des Frauenfußballs auf.

„Aus heutiger Sicht lässt sich so ein Verbot nicht mehr verstehen,“ erklärt Wolfgang Roth MdL, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion angesichts des Jubiläums der Verbotsaufhebung. „Gerade mit Blick auf die Erfolge der deutschen Frauen und das sportliche Großereignis im kommenden Jahr ist der Frauenfußball in Deutschland eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Wir freuen uns, dass mit Leverkusen, Mönchengladbach und Bochum gleich drei NRW-Städte Spielorte bei der WM sind.“

Josefine Paul MdL, selbst aktive Fußballerin und sportpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion NRW, ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Auch wenn der DFB das Verbot damals nur schweren Herzens aufgehoben hat, inzwischen ist er sicherlich froh darüber. In den letzten zehn Jahren haben ja vor allem die Frauen für Titel gesorgt.“ Besonderen Wert legt Paul auf die Integrationskraft des Sports: „Integration ist auch im Frauenfußball ein wichtiges Thema. Nicht nur Mesut Özil, auch Fatmire Bajramaj ist ein hervorragendes Beispiel für die Möglichkeiten des Sports, gesellschaftliches Miteinander zu erzeugen. Diese Möglichkeiten sind jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft.“ Mit ihrem SPD-Kollegen Roth ist sie sich einig: „2011 gibt es das nächste Sommermärchen. Freuen wir uns auf eine spannende WM und die nächsten vierzig Jahre erfolgreichen Fußballs der deutschen Frauen!“


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