AKTUELLE MELDUNGEN
Pressemitteilung:
04. November 2009

Hannelore Kraft: Wir sind alle zutiefst verärgert über den Poker von General Motors


Zur Ankündigung von General Motors (GM), Opel jetzt doch nicht an den kanadisch-österreichischen Konzern Magna abzugeben, erklärte Hannelore Kraft, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, heute in Düsseldorf: "Wir sind alle zutiefst verärgert über den Poker von General Motors auf dem Rücken der Opel-Beschäftigten und ihrer Familien in Europa. Monatelange gezielte Zeitverzögerungen, langes Herumlavieren und eine bewusste Hinhaltetaktik aus Detroit - so geht man nicht mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch nicht mit den beteiligten politischen Entscheidungsträgern um. Die Absage an Magna bedeutet, dass die unerträgliche Zitterpartie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch nicht beendet ist. Wir sind in großer Sorge, wie es jetzt für Opel im GM-Konzern weiter gehen wird. Das Verhalten von GM ist erst einmal keine gute Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.



Es stellt sich dabei aber auch die Frage, warum der Bundeswirtschaftsminister diese Entwicklung in den vergangenen Monaten hat laufen lassen? Der zuständige CSU-Bundesminister von Guttenberg hätte den Sack zubinden müssen, anstatt über eine 'geordnete Insolvenz' zu philosophieren.



Doch es hilft jetzt auch nichts, nur über vergossene Milch zu klagen. Ziel für uns in Nordrhein-Westfalen muss weiterhin sein, dass der Standort Bochum erhalten bleibt. GM muss offen auf den Tisch legen, ob sie an den bisherigen Standorten dauerhaft festhalten will oder welchen Arbeitsplatzabbau Detroit bei Opel umsetzen will. Erst dann kann es Entscheidungen der Politik geben, ob GM überhaupt mit staatlichen Finanzzusagen rechnen kann."



Copyright 2018 Internetauftritt des SPD-Ortsvereins Sennestadt. Realisiert mit nrwspd.net, einem Service der barracuda digitale agentur GmbH, Köln.