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Pressemitteilung:
03. November 2009

Ute Schäfer: Aktueller Bildungsreport NRW 2009 wirft Fragen zu Lehrerstellen und zur Qualitätsoffensive Hauptschule auf


Als Bestätigung dafür, dass die Hauptschule trotz engagierter Lehrkräfte von den Eltern und der Gesellschaft nicht mehr gewollt werde, wertete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, den aktuellen "Bildungsreport NRW 2009" vom statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen. Das Landesamt spricht im Zusammenhang der Übergangszahlen von der Grundschule auf die Hauptschule für das Schuljahr 2008/2009 von einem "historischen Tiefstand" (Bildungsreport NRW 2009, S.9: www.it.nrw.de).



"Jetzt haben wir es vom Statischen Landesamt schwarz auf weiß: Die millionenschwere Qualitätsoffensive der Landesregierung für die Hauptschule hat nicht zu mehr Akzeptanz bei den Eltern geführt, sondern zu einem historischen Tiefstand bei den Anmeldezahlen. Der von Ministerpräsident Rüttgers ausgeworfene 'Köder Ganztagshauptschule' zieht bei den Eltern nicht. Sie stimmen mit den Füßen ab, weil sie ihren Kindern bessere Chancen ermöglichen wollen. Während aber die Gesamtschulen trotz stetig steigender Nachfrage nicht mehr als Ganztagsschulen genehmigt werden und um jeden Euro betteln müssen, investiert die Landesregierung Millionen Euro Steuergelder in eine Schulform ohne Zukunft", erklärte Schäfer.



Darüber hinaus werfe der Bericht weitere Fragen auf. Für das Schuljahr 2008/2009 sei dem Bericht zu Folge die Zahl der Lehrkräfte um 741 gestiegen (Bildungsreport NRW 2009, S.12: www.it.nrw.de). "Vor dem Hintergrund, dass im gleichen Schuljahr laut Bildungsreport (S.8) die Zahl der gebundenen Ganztagsschulen ebenfalls um 71 gestiegen ist, fragt man sich doch, wo denn die vielen Tausend Lehrerinnen und Lehrer geblieben sind, die die schwarz-gelbe Landesregierung angeblich zusätzlich zur Vermeidung von Unterrichtsausfall und zur individuellen Förderung eingestellt haben will", sagte Schäfer.



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