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Pressemitteilung:
19. Juni 2009

Rainer Schmeltzer: Minister zu Guttenberg muss unverantwortliche Zahlentrickserei bei der Ausbildung beenden


Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Schmeltzer, hat den Versuch der Wirtschaftsverbände und des Bundeswirtschaftsministers, den Bedarf an Ausbildungsstellen runterzurechnen, scharf kritisiert: "Bundesarbeitsministers Olaf Scholz hat auf Basis seriöser Zahlen einen bundesweiten Bedarf an 600.000 Ausbildungsplätzen für dieses Jahr errechnet. Der Versuch der Wirtschaftsverbände und von Minister zu Guttenberg, diese Zahlen jetzt klein zu rechnen, und sich so ein Stück weit aus der Verantwortung zu stehlen, ist unverantwortlich. Das ist Zahlentrickserei auf dem Rücken junger Menschen."



Das ausgerechnet der Bundeswirtschaftsminister eine niedrigere Ausbildungsstellenzahl als der Bundesarbeitsminister anstrebe, sei wirtschaftspolitisch und arbeitsmarktpolitisch kurzsichtig. "Nicht adlige Zurückhaltung, sondern aktive Übernahme von Verantwortung für die Zukunft ist jetzt gefragt. Neben rückläufigen Schulabgängerzahlen haben wir eine steigende Anzahl unversorgter Altbewerber. Alleine in Nordrhein-Westfalen sind dies rund 60.000. Wenn die Talsohle der Wirtschaftskrise durchschritten ist, brauchen wir ausgebildete Fachkräfte und nicht zusätzliche Arbeitslose ohne Berufsausbildung", forderte Schmeltzer. Die von Arbeitsminister Scholz angestrebte Marke von 600.000 Berufsausbildungsstellen in diesem Jahr sei ein realistisches Ziel für 2009. Schmeltzer: "Für ausreichende Ausbildungsplätze zu sorgen, ist sowohl für die Jugendlichen als auch die Wirtschaft nachhaltig. Wenn sich schon NRW-Arbeitsminister Laumann diesen Herausforderungen verweigert, muss die Bundespolitik so handeln wie Olaf Scholz es angeregt hat."


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