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Pressemitteilung:
19. Juni 2009

Gerda Kieninger: SPD begrüßt Initiative zur Bekämpfung der Zwangsheirat


„Auch im Anschluss an die diesjährigen Sommerferien werden wieder Mädchen in die Heimatländer ihrer Familien fahren, um dort zu heiraten. Nicht alle wissen das heute schon und leider auch nicht alle werden das freiwillig tun“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Gerda Kieninger. Die SPD-Landtagsfraktion begrüße daher ausdrücklich, dass sich die Frauenministerinnen und Frauenminister aller Länder heute auf Schloß Krickenbeck am Niederrhein auf eine gemeinsame Strategie zur Bekämpfung der Zwangsheirat verständigt hätten. „Der Zeitpunkt unmittelbar vor den Sommerferien ist gut gewählt, birgt er doch die Chance, dass mögliche Betroffene im Vorfeld sensibilisiert werden und ihren Familien noch einmal ins Bewusstsein rückt, dass Zwangsheirat in Deutschland eine strafbare Handlung darstellt. Selbstverständlich dürfen Zugewanderte in Deutschland ihre kulturelle Identität wahren. Dem müssen wir allerdings dort mit Nachdruck Einhalt gebieten, wo gegen die Grundfeste unseres Rechtssystems verstoßen wird. Zwangsheiraten sind nicht nur nach deutschem Recht eine strafbare Handlung, sie verletzen auch die Würde der Betroffenen“, stellte Kieninger abschließend fest.


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