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Pressemitteilung:
31. März 2009

Marc Jan Eumann: Pinkwarts Stipendiendesaster ist ein politischer Offenbarungseid


Als "politischen Offenbarungseid eines Wissenschaftsministers, der mit seinen vollmundigen Stipendienversprechen offensichtlich auf ganzer Linie gescheitert ist", bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann, das heute in Düsseldorf von Landesminister Andreas Pinkwart vorgestellte Stipendienmodell. "Erst verspricht er Stipendienmittel aus der Wirtschaft, die er später scheinbar nicht einholen kann. Dann fordert er ein bundesweites Stipendiensystem, das von seinen Amtskollegen in den Ländern abgelehnt wird. Jetzt will er mit aller Macht in Nordrhein-Westfalen ein Modell durchsetzen, bei dem nicht die Mitarbeiter des Wissenschaftsministeriums, sondern die Hochschulen selbst private Gelder aus der Wirtschaft einwerben müssen, um zusätzliche Landesmittel zu erhalten. Pinkwart schiebt die Verantwortung auf die Hochschulen ab. Und zwar für ein Stipendienmodell, das begabte und besonders leistungsfähige Studierende aus einkommensschwachen Familien noch nicht einmal erreicht. Denn das monatliche Stipendium in Höhe von 300 Euro wird auf das BAföG angerechnet. Die rund 161.000 BAföG-Empfängerinnen und -empfänger haben also gar nichts von diesem Modell", kritisierte Eumann.



Deshalb lehne die SPD-Landtagsfraktion diese Stipendiensystem ab. Es sei der völlig falsche Ansatz. "Statt Almosen brauchen wir den Umbau zu einem sozial gerechten Bildungssystem vom Kindergarten bis zur Hochschule, das allen Kindern Chancen bietet, egal aus welchem Elternhaus sie kommen. Wir stehen für leistungsgerechte Bildung ohne soziale Barrieren. Pinkwart nur für Studiengebühren und Elitenförderung", erklärte der Hochschulexperte.



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