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Pressemitteilung:
13. November 2008

Elisabeth Koschorreck: Brauchtum in NRW muss in der ganzen Breite gewürdigt werden


"Ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement zeigt sich in vielen Facetten. Es ist ein gutes Zeichen, dass viele Menschen in Nordrhein-Westfalen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und in der Selbsthilfe aktiv sind. Dieses Engagement ist ein wichtiger Bestandteil einer solidarischen Kultur. Die SPD-Fraktion fordert die Schaffung eines übergreifenden Ehrenamts-Preises, um herausragendes ehrenamtliches Engagement in NRW zu würdigen", erklärte die in der SPD-Landtagsfraktion für Brauchtumspflege zuständige Abgeordnete Elisabeth Koschorreck heute in Düsseldorf.



Sie warf im Namen der SPD-Fraktion den Regierungsfraktionen CDU und FDP vor, Brauchtumspflege zu stark auf das Schützenbrauchtum zu verengen: "Eine Verengung allein auf das Schützenbrauchtum bedeutet eine unnötige und überflüssige Ausgrenzung anderer Gruppen in der Brauchtumspflege. Wir können das Unverständnis der Millionen Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen, die ebenso wie die Schützen bürgerschaftliches Engagement im Dienste der Gesellschaft leisten, aber deren Leistung nicht ausdrücklich gewürdigt wird. Es muss eine gleichberechtigte Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit und eine Gleichbehandlung des freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements in seiner ganzen Bandbreite geben. "Die SPD-Abgeordnete wies darauf hin, dass es allein im Sport zahllose Vereine mit rund fünf Millionen in gemeinnützigen Sportvereinen, Sportbünden und Sportfachverbänden organisierten Mitgliedern für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in diesem Land sorgten. Auch die in der karnevalistischen Brauchtumspflege engagierten Bürgerinnen und Bürger hätten die Anerkennung und Unterstützung der Politik gleichermaßen verdient.



Koschorreck bedauerte, dass CDU und FDP nicht bereit gewesen seien, einen entsprechenden weitreichenden Antrag gemeinsam im Landtag zu verabschieden und stattdessen auf ihrem Antrag "Das Schützenbrauchtum verdient unsere Anerkennung und Unterstützung" zu bestehen. "Neben die Anerkennung und Förderung des Schützenbrauchtums muss deshalb gleichberechtigt auch die gleichwertige Förderung weiterer ehrenamtlicher Betätigungsfelder in anderen Brauchtumsbereichen wie auch in der sozialen Arbeit in Wohlfahrtsverbänden, Freiwilligenzentralen und Ehrenamtsbörsen, die gesundheitliche Selbsthilfe, das Ehrenamt im Sport oder die Mitarbeit in Natur- und Umweltschutzverbänden, in Landschaftsbeiräten, der Landschaftswacht und in Eine-Welt-Gruppen, in Senioren- und Behindertenbeiräten sowie in Ausländerbeiräten oder in lokalen Gruppen zur Verwirklichung der Agenda 21 treten", forderte Koschorreck abschließend.



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