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Pressemitteilung:
11. November 2008

Claudia Nell-Paul: Wirtschaftministerium demontiert Kulturhauptstadtprojekt


"Obwohl die Europäische Union rund 90 Prozent der Kosten übernimmt, soll nach dem Willen des Wirtschaftsministeriums die Stadt Oberhausen das geplante Besucherzentrum für die Kulturhauptstadt 2010 nicht errichten dürfen. Die zuständige CDU-Ministerin Thoben macht mit dieser kurzsichtigen Haltung die langfristigen Entwicklungschancen für Oberhausen und die angrenzenden Städte kaputt. Die schwarz-gelbe Landesregierung demontiert das gesamte Kulturhauptstadtprojekt", erklärte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Claudia Nell-Paul heute in Düsseldorf. "Das Zentrum ist als Ausgangspunkt für kulturelle Entdeckungsreisen geplant. Neben den Revierstädten Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund ist diese 'Drehscheibe' in Oberhausen ein wichtiger Bestandteil im Gesamtkonzept der Kulturhauptstadt. Zudem steht das Zentrum den Menschen im Ruhrgebiet und darüber hinaus auch nach dem Kulturhauptstadtjahr zur Verfügung. Dieser nachhaltige Ansatz muss erhalten bleiben", forderte Nell-Paul.



Die Begründung des Ministeriums, die Stadt Oberhausen könne eine langjährige Folgenutzung nicht finanzieren, sei grotesk, ergänzte die SPD-Kulturexpertin. "Offensichtlich sind die Erfolgsmeldungen der Landesregierung zur Landeskulturförderung nur schöner Schein. Die Hauptlasten der Kulturarbeit werden immer noch in den Kommunen getragen. Welche katastrophalen Auswirkungen der kommunalfeindliche Kurs der Landesregierung auf eine nachhaltige Kulturpolitik hat, wird am Vorgehen gegen die Stadt Oberhausen deutlich. Es muss jetzt ganz schnell eine Lösung unter der Beteiligung des Landes gefunden werden, um Schaden für die Kultur in Nordrhein-Westfalen und das Kulturhauptstadtjahr abzuwenden", forderte Nell-Paul.



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