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Pressemitteilung:
04. Juli 2008

Claudia Nell-Paul: Kommissionsbericht zur Kultur in NRW ist kein großer Wurf


"Mit vielen schönen Worten hat die Landesregierung eine Expertenkommission zur Lage der Kultur in Nordrhein-Westfalen einberufen. Was jetzt allerdings als Bericht vorliegt, ist kein großer Wurf", erklärte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Claudia Nell-Paul, zu den Ergebnissen der Kommission heute in Düsseldorf. "Es ist enttäuschend, dass der Bericht keine wirklich neuen Perspektiven für die Kulturpolitik in NRW eröffnet. Stattdessen bewegt sich die Kommission in alten Denkmustern. Die Vorschläge zur Schaffung eines Staatstheaters bzw. einer Staatsphilharmonie machen das deutlich. Die Herausforderungen der Zukunft liegen aber nicht in einer staatsorientierten Förderung, sondern in der Vernetzung und Kooperation."



Ende vergangenen Jahres hatten die Landesregierung und die Kunststiftung NRW eine zehnköpfige Expertenkommission einberufen. Sie sollte Stärken und Schwächen der Kultur und Kulturförderung in Nordrhein-Westfalen analysieren und auf ihre nationale und internationale Positionierung überprüfen. Die Auftraggeber erwarteten von der Kommission zukunftsweisende Vorschläge zur weiteren Akzentuierung der Kulturpolitik Nordrhein-Westfalens.



Nell-Paul kritisierte darüber hinaus den Zeitpunkt der Veröffentlichung: "Wenn man erst kurz vor der Sommerpause einen umfangreichen Bericht vorstellt, verhindert man bewusst jegliche notwendige öffentliche Debatte. Wir fordern deshalb die Landesregierung auf, zum Expertenbericht unmittelbar nach der Sommerpause im Kulturausschuss Stellung zu nehmen."



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