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Pressemitteilung:
28. Februar 2008

Karl Schultheis: Umfrageergebnisse belegen - Gebühren schrecken vom Studium ab


"Die Umfrageergebnisse belegen eindeutig: Die von der CDU/FDP-Koalition eingeführten Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen schrecken junge Menschen vom Studium ab", erklärte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, am Rande der Öffentlichen Anhörung zu den Auswirkungen der Studiengebühren heute im Landtag in Düsseldorf. "Die Hochschulinformationssystems GmbH (HIS) hat in ihrer Stellungsnahme berechnet, dass bereits rund fünf Prozent der Studienberechtigten wegen der Gebühren kein Studium aufnehmen. Das ist ein Beleg für die falsche Politik der schwarz-gelben Landesregierung. Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende", kritisierte Schultheis die Studiengebühren auch angesichts des steigenden Bedarfs an hoch qualifizierten Beschäftigten in der Wirtschaft. Schließlich müssten noch die Studienabbrecher in das Minus eingerechnet werden, denen die Ausbildung zu teuer geworden sei und die sich das Studium schlicht nicht mehr leisten könnten. "Nach der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes halten rund 40 Prozent der Studierenden die Finanzierung ihres Studiums für unsicher", erläuterte der SPD-Wissenschaftsexperte.



Weiterhin hätten die Studien gezeigt, dass aufgrund der Gebühren die Studierenden hohe Erwartungen an die Verbesserung ihres Lernumfeldes stellten, berichtete Schultheis. "Doch gerade eine Verbesserung der Studienbedingungen, die die schwarz-gelbe Landesregierung mit der Einführung der Studiengebühren versprochen hat, rückt in immer weitere Ferne. Minister Pinkwart hat gerade erst erklärt, dass Professorenstellen aus Studiengebühren finanziert werden könnten. Wir Sozialdemokraten sind aber der festen Überzeugung, dass die Bereitstellung von Professorenstellen zur Grundfinanzierung der Hochschulen und damit in die Verantwortung des Landes gehört. Die Landesregierung bürdet die Last, für eine ordnungsgemäße Ausstattung der Hochschulen zu sorgen, nun den Studierenden auf. All das führt nicht dazu, dass sich mehr junge Menschen für ein Studium entscheiden werden."


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