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Pressemitteilung:
08. Februar 2008

Ute Schäfer: Regierung darf den Elternwillen nicht länger ignorieren - Abstimmung mit den Füßen


Zu den vom Landeselternrat der Gesamtschulen und der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschulen NRW vorgestellten Anmeldezahlen an Gesamtschulen erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf: "Über 15.000 abgelehnte Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen sind ein erneuter Beleg für das Schulchaos in Nordrhein-Westfalen. Nach der Diskussion über die Kopfnoten und den Samstagsunterricht geht es jetzt in die nächste Runde. Allen Expertenmeinungen zum Trotz hat Schwarz-Gelb nach der Regierungsübernahme das so genannte "G-8-Abitur" nach dem Modell "9+3" eingeführt und damit eine enorme Unterrichtsverdichtung in den unteren Jahrgangsstufen in Kauf genommen.

Selbst hierbei hat die Landesregierung ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Weder wurde - was zwingend notwendig ist - der Ganztag an Gymnasien ermöglicht, noch wurden die Lehrpläne vernünftig entschlackt. Die Konsequenz spüren jetzt Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer. Gerade die Eltern wehren sich zu Recht dagegen, dass ihren Kindern die Kindheit genommen wird."



Die vorgelegten Zahlen belegten eindrucksvoll den zunehmenden Trend zur Gesamtschule, an der das Abitur nach 13 Jahren abgelegt werden kann, betonte Schäfer: "Hier findet eine Abstimmung mit den Füßen statt. Die Eltern wollen die Schullaufbahn für ihre Kinder offen halten, sie wollen den Ganztag und vor allem wollen sie dem durch das Turbo-Abitur verursachten Schulchaos entgehen. Ich fordere die schwarz-gelbe Landesregierung auf, das G-8-Abitur in dieser Form abzuschaffen und endlich den Ganztag an Gymnasien einzuführen. Vor allem muss die unerträgliche gesamtschulfeindliche Politik beendet werden. Neugründungen müssen gefördert und nicht weiter massiv behindert werden. Die Landesregierung darf den Elternwillen nicht länger ignorieren, den sie ansonsten so gern hochhält. Wir brauchen keine Ideologie geleitete, sondern eine am Wohl der Kinder orientierte Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen."


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