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Pressemitteilung:
31. Januar 2008

Heike Gebhard: Laumanns Drohung bei Krankenhaushygiene greift zu kurz


"Die Landesregierung hat endlich anerkannt, dass Hygiene ein wichtiges und keinesfalls selbstverständliches Thema in den Krankenhäusern ist. Es ist aber zweifelhaft, ob sich per Erlass Verbesserungen bei der mangelnden Hygiene in vielen Kliniken erreichen lassen", erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Gebhard, zu der Ankündigung von Minister Laumann, härter gegen mangelhafte Hygiene in NRW-Krankenhäusern vorgehen zu wollen. Nach Medienberichten hat eine Befragung des Ministeriums unter Krankenhäusern und Gesundheitsämtern in NRW ergeben, dass sich viele Krankenhäuser nicht an wissenschaftliche Hygiene-Standards halten.



Die SPD-Gesundheitsexpertin forderte den Minister auf, die Kliniken nicht mit dem Problem alleine zu lassen. Einseitige Schuldzuweisungen führten auch nicht weiter. Gebhard: "Das Robert-Koch-Institut weist in einer Veröffentlichung selber darauf hin, dass es einer ausreichenden Zahl gut ausgebildeter Ärzte, Pflegekräfte, Krankenhaushygieniker, klinischer Mikrobiologen und Hygienefachkräfte bedarf, um die Empfehlungen sachgerecht umzusetzen. Hier muss der Minister Lösungen in Zeiten knapper Budgets in den Kliniken anbieten, statt den Krankenhäusern nur zu drohen."

Auch der Minister müsse sich vorhalten lassen, das Thema Krankenhaus-Hygiene nicht ernst genommen zu haben, betonte Gebhard: "Bei der Beratung des Krankenhausgestaltungsgesetzes haben viele Fachleute auf die Notwendigkeit einer Hygienekommission hingewiesen. Diesen Rat hat Minister Laumann in den Wind geschlagen. Jetzt will er einen Erlass auf den Weg bringen und droht mit Schließung von Abteilungen. Die Krankenhäuser brauchen aber Unterstützung und tragfähige Strukturen, um die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts auch umsetzen zu können."


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