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Pressemitteilung:
09. Januar 2008

Frank Sichau: SPD verlangt von Ministerin Aufklärung über Häftlingsquälerei


Nach der heutigen Vernehmung des ehemaligen Insassen der Haftanstalt Siegburg Ken J. (22) im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Foltermord in der JVA Siegburg erklärte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Mitglied im Untersuchungsausschuss, Frank Sichau: "Ken J. hat einen schockierenden Blick auf den Häftlingsalltag hinter Gitter eröffnet. Regelmäßige Misshandlungen über Tage und Wochen durch Mitgefangene, keine Prüfungen, welche Gefangenen in einer Zelle zusammenpassen, keine soziale Betreuung beim Haftantritt. Gerade die Schwächsten in der Gefangenenhierarchie wurden sich selbst überlassen. In seiner Verzweifelung stellte Ken J. drei Verlegungsgesuche. Als er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, um dem täglichen Terror zu entgehen, startete er einen verzweifelten Ausbruchsversuch. Sowohl die JVA-Bediensteten als auch die Anstaltsleitung kannten die gravierenden Missstände, haben aber nicht helfend eingegriffen. Nach der beklemmenden und schockierenden Darstellung von Ken J. über den brutalen und grausamen Haftalltag in Siegburg wird die SPD-Fraktion nicht zur Tagesordnung übergehen. In der nächsten Sitzung des Rechtsausschusses werden wir Justizministerin Müller-Piepenkötter befragen, ob diese Quälerei hinter Gitter Alltag in unseren Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen ist."



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