AKTUELLE MELDUNGEN
Pressemitteilung:
23. November 2007

Frank Sichau: NRW ist Ausbrecherland Nummer Eins


"Es ist inzwischen bezeichnend für die mangelhafte Informationspolitik im Verantwortungsbereich von Justizministerin Müller-Piepenkötter, dass die Öffentlichkeit erst mit eintägiger Verspätung von der Flucht eines Untersuchungsgefangenen in Nordrhein-Westfalen unterrichtet wird. Die Bürgerinnen und Bürger erfahren immer nur im Nachhinein und scheibchenweise die Wahrheit über die Zustände in unseren Haftanstalten", erklärte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank Sichau, heute in Düsseldorf. Er reagierte damit auf eine erst heute bekannt gegebene Flucht eines Untersuchungshäftlings während eines Transports vom Gefängniskrankenhaus Fröndenberg in die Justizvollzugsanstalt Münster.



Diese neue Flucht eines Häftlings mache zudem deutlich, dass die Ministerin kein Konzept zur nachhaltigen Sicherung der nordrhein-westfälischen Haftanstalten habe. Sichau: "NRW ist leider im bundesweiten Vergleich Ausbrecherland Nummer Eins. Daran ändert auch der vorgeschobene Aktionismus der Justizministerin nach der mysteriösen Flucht eines Gefangenen aus der Justizvollzugsanstalt Krefeld nichts, der noch immer auf der Flucht ist. Mit militärischem Stacheldraht an allen Haftanstalten wäre der aktuelle Ausbruch auch nicht verhindert worden. Solche vordergründigen Maßnahmen reichen eben nicht aus, um die Sicherheit unserer Gefängnisse vor Fluchten und Ausbrüchen zu verbessern."


Copyright 2018 Internetauftritt des SPD-Ortsvereins Sennestadt. Realisiert mit nrwspd.net, einem Service der barracuda digitale agentur GmbH, Köln.