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Pressemitteilung:
20. November 2007

Ute Schäfer: Rüttgers-CDU in der Frage der Schulstruktur komplett isoliert


"Der Ministerpräsident und seine CDU sind durch die Forderung des eigenen Koalitionspartners nach einem Abschied vom dreigliedrigen Schulsystem nun komplett isoliert. Jürgen Rüttgers ist jetzt allein zu Haus", erklärte Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, heute zur Entscheidung des FDP-Landesvorstandes, die Einführung einer Mittelschule und verbesserte Kooperationsmöglichkeiten in Schulverbünden ergebnisoffen diskutieren zu wollen.

"Während Herr Rüttgers ideologiebesessen am mehrgliedrigen Schulsystem festhält, zeigt die FDP, dass sie die kritischen Stimmen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ernst nimmt und zum Dialog bereit ist", lobte Schäfer die Initiative des FDP-Landesvorstandes als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Schäfer forderte den Ministerpräsidenten auf, seine starre ideologische Blockadehaltung endlich aufzugeben und einen realistischen Blick auf die Wünsche und Erfordernisse von Eltern, ihren Kindern und den Kommunen zu richten. Das FDP-Modell werde dem Wunsch der Eltern aber auch nur teilweise gerecht, die Kinder länger gemeinsam lernen zu lassen, betonte die SPD-Schulexpertin. Das beste Schulkonzept der Zukunft sei daher die von der SPD beschlossene Gemeinschaftsschule.

Die Landesregierung investiere dagegen zur Zeit Millionen Euro in die Hauptschule - eine Schulform, die von den Eltern und ihren Kindern nicht mehr angenommen und gewünscht werde, weil sie keine Zukunftsperspektiven schaffe. "Aussortieren und Abschulen, Samstagsunterricht statt Ganztagsunterricht - das sind die Stichworte, mit denen Ministerpräsident Rüttgers und seine Schulministerin Barbara Sommer in Nordrhein-Westfalen Schulpolitik gestalten", kritisierte Schäfer. "Auf die Kritik von Wissenschaftlern und Experten, dass in unserem selektiven Schulsystem die Abhängigkeit des Schulerfolgs von der sozialen Herkunft nachweislich viel zu hoch ist, haben sie keine Antwort. Wir können es uns aber nicht mehr leisten, neunjährige Kinder in Begabungsschubladen aufzuteilen. Deshalb wollen wir für alle Kinder längere gemeinsame Lernzeiten in einer Gemeinschaftsschule, die alle Bildungsgänge und -abschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - umfasst. Dabei geht es uns um pragmatische, orts- und stadtteilgenaue Lösungen."


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