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Pressemitteilung:
27. Juni 2013

Michael Scheffler / Josef Neumann: „Barrierefreies Blutspenden muss überall in NRW möglich sein“


Auf Antrag der SPD hat sich der Landtagsausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales damit beschäftigt, dass gehörlose und blinde Menschen an den Unikliniken Essen und Dortmund vom Blutspenden ausgeschlossen wurden. Dazu erklären Michael Scheffler, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und ihr Inklusionsbeauftragter Josef Neumann:

„Das Geschehen zeugt von einem hohen Maß an mangelndem Bewusstsein für den gleichberechtigten Umgang von Menschen mit Behinderungen – und all dies, nachdem bereits 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ratifiziert wurde. Bei den bekannt gewordenen Fällen aus Essen und Dortmund handelt es sich um offenkundige Diskriminierungen. Zudem kann aufgrund von Versorgungsengpässen auf keine Blutspende verzichtet werden. Beide betroffenen Kliniken müssen schnellstmöglich Abhilfe schaffen.

Menschen mit Behinderungen dürfen nicht wie Aussätzige behandelt werden. Es darf nicht sein, dass blinde oder gehörlose Menschen grundsätzlich kein Blut spenden dürfen – nur aufgrund von vermeintlichen Kommunikationsproblemen. Barrierefreies Blutspenden muss überall in NRW möglich sein. Der Landtagsausschuss hat in seiner heutigen Sitzung deutlich gemacht, dass er dies mit Nachdruck unterstützt.“


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