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Pressemitteilung:
12. März 2013

Nadja Lüders / Karl Schultheis: „Beschäftigte in Wissenschaft und Forschung brauchen Sicherheit“


Die Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen streben eine Bundesratsinitiative zur Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes an. Ziel eines gemeinsamen Antrags (siehe Anhang), über den der Landtag in der kommenden Woche abstimmt, sind bessere Arbeitsbedingungen an Hochschulen und Forschungsinstituten. Dazu erklären Nadja Lüders, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, und Karl Schultheis, wissenschaftspolitischer Sprecher:

„Auch wenn Wissenschaft und Forschung mehr als andere Arbeitsbereiche auf flexible Beschäftigung angewiesen sind, brauchen die Beschäftigten dort und ihre Familien zeitliche und ökonomische Sicherheit.

Hochschulen und Forschungsinstitute haben sich aber in den vergangenen Jahren zu einem Brennpunkt für prekäre Beschäftigung entwickelt. Beinahe 75 Prozent der 620.000 Beschäftigen in Forschung und Lehre ist derzeit befristet beschäftigt, über die Hälfte kürzer als ein Jahr. Vor allem diese Kurzverträge gehen massiv zu Lasten der Beschäftigten. Sie schaden aber auch dem Wissenschaftsstandort Deutschland. Denn ohne sichere Berufs- und Lebensperspektive verlieren wir unsere klügsten Köpfe ans Ausland.

Arbeitsverträge, die im Rahmen von zeitlich begrenzten Forschungsprojekten befristet werden, sollten zukünftig mindestens so lange laufen wie die zugrunde liegende Drittmittelfinanzierung. Darüber hinaus soll die im Gesetz festgelegte Tarifsperre fallen. Die Gewerkschaften hätten damit die Möglichkeit, bessere Befristungsregeln auszuhandeln.“


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