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Pressemitteilung:
17. Oktober 2011

Heike Gebhard: Nur eine gesetzliche Quote erhöht den Frauenanteil in den Vorstandsetagen der DAX-Konzerne


Zum heutigen Spitzentreffen der DAX-Konzerne mit CDU-Bundesfamilienministerin Schröder erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Heike Gebhard: „Eine Quote zur Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Aufsichtsräten und Vorständen börsennotierter Unternehmen ist schon lange überfällig. Obgleich Frauen heute die besseren Qualifikationen als Männer besitzen, stagniert der Frauenanteil in den obersten Vorstandsetagen und in den Aufsichtsräten noch immer auf äußerst niedrigem Niveau. In den Vorstandsetagen der 30 deutschen DAX-Unternehmen sind nur sechs Frauen bei 182 Posten zu finden; das sind gerade einmal 3,2 Prozent.

Der aktuelle Vorschlag von Familienministerin Schröder einer freiwillig, unverbindlichen FlexiQuote wird wieder zu keinem messbaren Erfolg führen. Die Phase freiwilliger Maßnahmen ist objektiv gescheitert, Warteschleifen sind genug gedreht worden. So hat sich auch seit der freiwilligen Vereinbarung zwischen Wirtschaft und Bundesregierung vor zehn Jahren kaum etwas verändert. Deshalb hat NRW im Februar 2011 eine Bundesratsinitiative zur gesetzlichen Frauenquote gestartet. So sieht der Gesetzentwurf in zwei Stufen für alle Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen eine gesetzliche Mindestquote in Höhe von zunächst 30 Prozent und fünf Jahre später in Höhe von 40 Prozent für die Angehörigen beider Geschlechter vor.

Die ausgewogene Vertretung von Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft ist nicht nur ein Gebot der Gleichstellung, sondern vielmehr ein Gebot guter Unternehmensführung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Diversität in den Aufsichtsgremien ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg ist.“


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