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P R E S S E M I T T E I L U N G  -  10. Dezember 2007
Karl Schultheis: Minister Pinkwarts Untätigkeit schadet Wissenschaftsstandort NRW

Mangelnden Einsatz für den Wissenschaftsstandort NRW hat der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, Wissenschaftsminister Pinkwart vorgeworfen: "Bundesforschungsministerin Schavan hat heute den vom Bund getragenen Wettbewerb zur Förderung von Spitzenclustern vorgestellt. Mit einer Gesamtsumme von 600 Millionen Euro geht es um eines der größten Förderprogramme in der Geschichte der deutschen Forschungspolitik. Anstatt Bewerbungen für diesen Wettbewerb zu fördern, zu unterstützen und zu koordinieren, hat der Minister die nötige Hilfestellung völlig vermissen lassen. Das Ergebnis spricht für sich: Aus NRW kamen nur vier Bewerbungen, von denen zwei auch noch im Wirtschaftsministerium von Frau Thoben initiiert wurden."

Von den insgesamt 38 Bewerbungen um das Spitzenforschungsprogramm des Bundes stammten dagegen acht aus Bayern, sieben aus Baden-Württemberg, rechnete der SPD-Wissenschaftsexperte vor. Sogar Rheinland-Pfalz, das im Vergleich mit NRW nur über ein Viertel der Hochschulen verfügt, habe drei Anträge zu Stande gebracht. Auch Niedersachsen und Sachsen lägen mit je drei Anträgen nur knapp hinter dem größten Hochschulland Nordrhein-Westfalen. Schulheis: "Die Untätigkeit von Minister Pinkwart schadet dem Wissenschaftsstandort NRW."

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Innovationskraft der leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und sie auf dem Weg in die internationale Spitzengruppe zu unterstützen. Unter dem Motto "Deutschlands Spitzencluster - Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung" soll die mit insgesamt 600 Millionen Euro dotierte Förderung dazu beitragen, dass die Cluster ihre Ideen schneller in neue Produkte, Prozesse und Dienstleistungen umsetzen. In drei Wettbewerbrunden sollen jeweils bis zu fünf Spitzencluster ausgewählt werden, die über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren mit insgesamt bis zu 200 Millionen Euro gefördert werden können.

 
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