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P R E S S E M I T T E I L U N G  -  31. Oktober 2007
Ute Schäfer: Gemeinschaftsschule ist Antwort auf sinkende Schülerzahlen

"Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat nun auch Rheinland-Pfalz auf die sinkenden Schülerzahlen reagiert und die Abschaffung der Hauptschulen angekündigt. In Baden-Württemberg fordern 100 Hauptschulleiter die Auflösung. Für Nordrhein-Westfalen hat die SPD mit der Gemeinschaftsschule ein Konzept entwickelt, das nicht nur auf Sitzenbleiben, Abschulen und soziale Auslese reagiert, sondern auch das Problem sinkender Schülerzahlen löst", sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf. Bei der Ausarbeitung der Gemeinschaftsschule sei ein wesentlicher Punkt die Berücksichtigung der demographischen Entwicklung gewesen. "Vor allem im ländlichen Raum hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. Insgesamt werden die Schülerzahlen in NRW bis 2016 durchschnittlich um 15,6 Prozent sinken. Aber die schwarz-gelbe Landesregierung beharrt auf dem alten dreigliedrigen Schulsystem. Bei Ministerpräsident Rüttgers und Schulministerin Sommer siegt die Ideologie über die Vernunft", stellte Schäfer fest.

Die Gemeinschaftsschule biete alle Bildungsgänge - vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur - unter einem Dach an, erläuterte die schulpolitische Sprecherin der SPD im Düsseldorfer Landtag. Dabei würden alle Kinder nach der Grundschule in Klasse 5 und 6 weiter gemeinsam lernen. Schäfer: "Frühestens ab Klasse 7 werden die Schülerinnen und Schüler dann in Haupt-, Real- oder Gymnasialklassen getrennt unterrichtet. Dadurch haben alle Kinder und Jugendlichen die gleichen und die besten Bildungschancen. Dadurch haben die Eltern für ihre Kinder ein wortortnahes Schulangebot für alle Bildungsgänge. Dadurch gibt es bei den Städten und Gemeinden kein Austrocknen ihrer Schullandschaft."

Schäfer forderte Ministerpräsident Rüttgers auf, sich bei seiner Japan-Reise über das dortige Bildungssystem zu informieren. "Siehe da, auch in Japan ist man anderer Meinung als der CDU-Ministerpräsident. Die Kinder lernen nach der Einschulung sechs Jahre gemeinsam. Aber Herr Rüttgers beharrt auf der sozialen Auslese bei neun- bis zehnjährigen Kindern. Solange er das Zepter in der Hand hat, bleiben viel zu viele Kinder in dem starren, dreigliedrigen Schulsystem auf der Strecke und sind Sitzenbleiben und Abschulen der traurige Alltag."

 
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