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 |  |  |  | 3 . T E I L  |
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ZERSCHLAGUNG DER DEMOKRATIE
Selbst nach der "Machtübernahme" der Nationalsozialisten errang die SPD bei den Gemeinderatswahlen im März 1933 trotz massiver Übergriffe und Wahlbehinderungen der hier besonders rabiaten SA noch die absolute Mehrheit. Dennoch wurde ein NSDAP-Bürgermeister eingesetzt. Ferdinand Reinke und Wilhelm Trüggelmann verloren ihre Ämter, wurden wochenlang eingesperrt und wie viele ihrer Genossen mit Fußtritten und Schlägen traktiert. Zerstörungen, Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmen, willkürliche Geldstrafen waren an der Tagesordnung, und die Vorsitzenden des Arbeitervereins und der SPD, Heinrich Bürmann und Wilhelm Bunte, erhielten Redeverbot. Am 10. Mai 1933 veranstaltete die SA – wie in ganz Deutschland – auf dem Schulhof Kracks eine öffentliche Bücherverbrennung der Bibliothek des Arbeiterbildungsvereins.
SOZIALDEMOKRATIE - AUCH WÄHREND DER NS-ZEIT
Doch auch nach dem offiziellen Verbot der SPD, des Arbeitervereins und des ATSV "Frisch auf" (der „Grüne Stern“ hatte sich schon aufgelöst) trafen sich viele Genossinnen und Genossen noch heimlich in den Familien der führenden Sozialdemokraten, z.B. in dem abgelegenen Kotten "In der Wippen" der Familie Ferinand Reinke. Dem 1921 "auf Lebenszeit gewählten Fahnenträger" Heinrich Strunk gelang es sogar, die Ortsvereinsfahne im sicheren Versteck über die Nazizeit zu retten. Treffpunkt für "Eingeweihte" aus dem ganzen Bielefelder Raum war bis zum 2. Weltkrieg auch "ihr" Sennebad an der Wintersheide. Sie alle mögen ersehnt haben, was der SPD-Vorsitzende Wilhelm Bunte (er war dem ersten gewählten Vorsitzenden Anton Schuck, einem Bahn-Vorarbeiter, nach dessen Tod 1921 gefolgt) im engsten Kreis seiner Familie mit Überzeugung verkündete: "Die mit Trara in allen Dörfern und Städten gepflanzten Hitler-Eichen stehen nicht lange. Erst recht nicht die in Senne II." (Sie stand auf dem Mündungsdreieck Verler Straße/Bahnhofstraße (heute Altmühlstraße). Die Eiche stand wirklich nicht lange auf dem "Adolf-Hitler-Platz". Gleich nach Kriegsende wurde sie von Sozialdemkraten gefällt ...
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