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 |  |  |  | 1 . T E I L
 |  | | Der Gründer des Arbeitervereins Heinrich Bürmann
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|  |  | | Turnerriege mit Ferdinand Reineke (rechts)
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|  |  | DIE JAHRE VOR DER GRÜNDUNG
1903 gründete der Ziegler und Hausschlachter Heinrich Bürmann (gen. Siggemann) gemeinsam mit einer Hand voll Gesinnungsgenossen in unserer Gemeinde den "Arbeiterverein Wiedersehn".
Der hatte mit seiner "Unterstützungskasse auf Gegenseitigkeit" nicht nur eine bedeutende soziale Funktion, sondern diente mit seiner Theatergruppe im Winterhalbjahr auch der Pflege der Geselligkeit. Politisch bewußte Arbeiter, die im Zuge des Baues der 1905 eröffneten Eisenbahnlinie Brackwede-Paderborn nach Senne II kamen, allen voran der Bahnvorarbeiter und bereits eingetragener Sozialdemokrat Anton Schuck, trugen darüber hinaus zu einer Politisierung des Arbeitervereins bei.
So konnte mit dem Arbeiterverein-Vorsitzenden Heinrich Bürmann bei den Wahlen im Jahre 1911 zum ersten Male überhaupt ein Vertreter der 3. Klasse einen Sitz im Gemeinderat erringen. Das war in einer Zeit, als es noch die Gesindeordnung gab, als die Frauen noch kein Wahlrecht besaßen und in der auch hier nach dem Dreiklassenwahlrecht gewählt wurde. (Die Einteilung der drei Klassen erfolgte nach dem Einkommen, so daß über 70 % der Bevölkerung nur ein Drittel der Gemeindesitze zustand.)
Bedeutsam war dann auch das Jahr 1912. Fritz Schweinefuß, Mitbegründer des Arbeiterveriens, trat dem Arbeiter-Turn- und Sportbund und der SPD bei und gründete in Konkurenz zum "bürgerlichen" Turnverein "Jahn" den Arbeiter-Turn- und Sportverein "Frisch auf" sowie den Radfahrerverein "Grüner Stern", die sich beide dem sozialdemokratisch geprägten Deutschen Arbeiter-Turn- und Sportbund anschlossen. Den Vorsitz des Radfahrervereins übernahm Fritz Niebuhr.
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